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Fricon

Dieser mineralischer Hybridbeton mit seiner charakterisierenden hohen Bruchsicherheit und Haltbarkeit in der Nutzung wird im Regelfall dort verwendet, wo die Belastungskriterien eine Ausführung von Instandsetzungsmaßnahmen in einem normgerechten Frischbeton erforderlich machen würden, dessen Verarbeitung temperaturbedingt und zeitlich nicht – oder nur mit einem übermäßigen Aufwand unwirtschaftlich und zeitintensiv – möglich ist. Die Verwendung im Innenbereich umfasst insbesondere temperaturgeführte Lager/Tiefkühlsektionen in der industriellen Instandsetzung.

Im Außenbereich beschränkt sich der Einsatzzweck vordergründig auf eilbedürftige Reparaturen zur Beseitigung unaufschiebbarer Beeinträchtigungen und zeitlich gebotene fortschreitende Montageerfordernisse, die – trotz Frost – ausgeführt werden müssen. Die multifunktionsfähige Verwendung der Spezial-Baustoffe Fricon und ihrer Spezifikationen in einem Temperaturspektrum von -10°C bis +54°C ohne Einschränkung der Verarbeitung, die Verwendungsfähigkeit im Innen- und Außenbereich ohne Berücksichtigung störender Umgebungsfaktoren, die formende Ausgestaltungsmöglichkeit der zähkonsistenten Anmischung in horizontaler und/oder vertikaler Verarbeitung, die gegebene Lebensmittelverträglichkeit und hohe Resistenz gegen viele Fremdstoffe, die erhöhte Anbindungsfähigkeit und Anhaftung an zementhaltigen Werkstoffen und anderen bauüblichen Materialien sowie Stahl und Metallkonstruktionen kennzeichnen die universelle Vielfalt dieser Produkte in der industrieüblichen Nutzung.

Ein minimiertes Erfordernis der Schichtstärke, Einbau mit einer Mindest-Schichtdicke ab ca. 25 mm in Abhängigkeit von der beabsichtigten Nutzung, den bauseitig technischen Gegebenheiten und der gewählten Mischung / Körnung verarbeitungsfähiger werkseitigen Anmischungen. Die einfache „bauübliche“ Verarbeitung ohne besondere vorbereitungs- und verwendungsbezogene Einzelmaßnahmen und Spezial-Werkzeuge, Einbau in Teilsektionen und Schichten, Verbaumöglichkeit „nass an nass“ und „nass an trocken“ ohne Zwischenschritte, uneingeschränkte Verarbeitung mit Bewehrung und Armierung in Flächen- und Hohlraumausführung sowie Konstruktionen. Die geringst mögliche Vorbehandlung der vorgesehenen Instandsetzungs- und Verfüllungsbereiche aufwendiges maschinelles Bearbeiten wie Fräsen, Schleifen, Strahlen etc. entfällt, kein Erfordernis von „Haftbrücken“ wie chemischen und/oder materialadäquaten Grundierungen etc. und die nutzungsbezogene Zugabe von Füllstoffen Zusatz von Kiesen und / oder Edelsplitten, Zuschlag von Hartmetallen oder Fasern ermöglichen eine wirtschaftliche Verwendung entsprechend Nutzungserfordernis für eine fast unbegrenzte Vielzahl von Einsatzzwecken.
 
Produkt-Übersicht / werkseitiges Mischgut:
Die Spezial-Baustoffe werden werkseitig entsprechend vorgesehener Nutzung in Versandeinheiten mit vorgemischten/angepassten Trockenstoffkomponenten sowie Flüssigaktivator geliefert. Für die unterschiedlichen Verwendungen werden als Standard-Mischungen vier Versandformen für die unterschiedlichen Temperaturbereiche gefertigt:
 

Fricon CF 26 Mischung: (Verkauf Standard Körnung)

Zuschlag 0.7 – 1.2 mm – V.E/Masse: 28.70 kg / 13.00 l – Spez. Gewicht 2.20 kg/l – Trockenstoff 23.30 kg – Fl.Aktivator 5.40 kg
Für reguläre Verarbeitungen mit einer Schichtstärke von bis zu ca. 30 mm und / oder dem Erfordernis einer feineren Sieblinie der Körnung bei durchschnittlicher Belastung in einem Temperaturbereich bis -26°C.
 

Fricon CF 26 Mischung: (Baustelle J-M Körnung)

Zuschlag 0.2 – 8.0 mm – V.E./Masse: 32.70 kg / 14.00 l – Spez. Gewicht 2.34 kg/l – Trockenstoff 27.30 kg – Fl.Aktivator 5.40 kg
Für industrieübliche Verwendungen in der Instandsetzung mit einer Schichtstärke ab ca. 30 mm bei erhöhter Nutzungsbeanspruchung in einem Temperaturbereich bis -26°C.
 

Fricon CF 45 Mischung: (Verkauf Standard Körnung)

Zuschlag 0.7 – 1.2 mm – V.E./Masse: 28.70 kg / 13.00 l – Spez. Gewicht 2.20 kg/ l – Trockenstoff 23.30 kg – Fl.Aktivator 5.40 kg
Für reguläre Verarbeitungen mit einer Schichtstärke von bis zu ca. 30 mm und/oder dem Erfordernis einer feineren Sieblinie der Körnung bei durchschnittlicher Belastung in einem Temperaturbereich bis -45°C.
 

Fricon CF 45 Mischung: (Baustelle J-M Körnung)

Zuschlag 0.2 – 8.0 mm – V.E./Masse: 32.70 kg / 14.00 l – Spez. Gewicht 2.34 kg/l – Trockenstoff 27.30 kg – Fl.Aktivator 5.40 kg
Für industrieübliche Verwendungen in der Instandsetzung mit einer Schichtstärke ab ca. 30 mm bei erhöhter Nutzungsbeanspruchung in einem Temperaturbereich bis -45°C.
 
Für besondere Verwendungszwecke und Einsatzerfordernisse im Innen- und Außenbereich sowie temperaturkritische Verarbeitungen stehen Sondermischungen zur Verfügung. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Anwendungstechnik des Herstellers.
 
Vorbereitung der Reparaturflächen:
Die Reparaturfläche – sowohl die Oberfläche als auch evtl. vorhandene Risse – muss gereinigt und von losem Material befreit werden, so dass eine rauhe und saubere Fläche im Reparaturbereich verbleibt. Verunreinigungen – insbesondere fettige und ölige Substanzen sowie chemische Rückstände – sind zu entfernen. In der horizontalen Instandsetzung / Reparatur von Bodenflächen sind die Schultern der Instandsetzungssektion durch Schneiden und/oder Stemmen zu begradigen, um einen entsprechenden mechanischen Andruck des Mischgutes im Verfüllungsbereich zu gewährleisten. Eine Mindest-Verfülltiefe von ca. 25 mm ist zu beachten. Da Staubpartikel eine die Anhaftung mindernde „isolierende Wirkung“ entfalten, empfiehlt sich ein Aussaugen des Reparaturbereiches. Die Reparaturfläche sollte trocken sein. Feuchtigkeit und Rückstände von Rost und Korrosion beeinträchtigen eine Verarbeitung nur unwesentlich. Stehendes Wasser und Eis sind zu entfernen.

Einbau-/Verbaustrukturen bei Bodenflächen:
Die Spezial-Baustoffe sind als mineralisches Produkt vordergründig auf eine Instandsetzung von Industrieböden und Verkehrsflächen aus Beton und zementgebundenen Estrichen/Werkstoffen ausgelegt. In der Boden-Instandsetzung/Hallenbereiche, innen erweitert sich das Anwendungsspektrum auch auf die Materialien Asphalt / Gussasphalt, da hier die bituminösen Werkstoffe regelmäßig nur dünnlagig als Verschleiß-Oberschicht auf einem tragenden Unterboden aus Beton aufgetragen sind und insofern ein niveaugerechter Einbau als dauerhafte Reparatur ermöglicht wird. In Abhängigkeit von der Nutzungsbeanspruchung und dem Aufbau der Bodenfläche sowie dem Grad der Beschädigung sollte ein Mindest-Verbau mit einer Schichtstärke von ca. 30 mm bei Nutzungsflächen und weniger stark beanspruchten Fahrgassen, einer Schichtstärke von ca. 50 mm bei stark frequentierten Fahrbereichen vorgesehen und zur Instandsetzung ausgetragen werden. Bei einem Einbau von Konstruktionen-Kantenprofile und Dehnungsschienen in Fugenbereichen, Anfahrschützen und Sicherungseinrichtungen, Einfassungen von Ladenbühnen und Waagen etc. – orientiert sich die Auftragtiefe an den Einbauabmessungen und einer technisch erforderlichen Unterfütterung der Einbauteile. Im Flächenaufbau sollte grundsätzlich eine Überprüfung der ausreichenden Anhaftung durchgeführt werden, wobei eine Abreißfestigung von 1.0 N / mm2 nicht zu unterschreiten ist.

Unterboden und Unterbau in der Verfüllung:
Die Materialverwendung bedarf eines tragfähigen Unterbodens/Unterbaus. Soweit die feststellbare Schadenlage des Unterbodens und/oder seiner Materialfestigkeit Zweifel an seiner Tragfähigkeit entstehen lassen, ist dieser dementsprechend einer Instandsetzung zu unterziehen. Eindringliche Hohlräume und Risse sollten vor einem Aufbau/einer Verfüllung mit Mischgut zähflüssig vergossen werden. Hierzu ist gegebenenfalls aus dem zähkonsistenten Material durch erhöhte Zugabe von Flüssigaktivator – max. 25 Prozent – eine zähflüssige Vergussmasse herzustellen und zu verwenden. Im Außenbereich ist die vorhandene Unterbaustruktur zu berücksichtigen. Neben einer ausreichenden Verbautiefe ist insbesondere eine möglicherweise erforderliche mechanische Nachverdichtung des Einbaubereiches ohne/mit Verfestigung der Auflage – wie vorgeschrieben – zu beachten.

Allgemeine Kriterien der Anhaftung:
Das für eine Anhaftung an zementgebundenen Beton-/Estrichwerkstoffen ausgelegte Material verfügt aufgrund seiner besonderen Eigenschaften über eine erhöhte Anbindefähigkeit an zu umschließenden und angrenzenden Flächen und Einbauteilen aus anderen Stoffgruppen. Eine Anbindung an Stahl und andere Metalle ist gegeben, eine Anbindung an ausgehärtete Asphalt-Baustoffe besteht eingeschränkt. Keine Anhaftung erfolgt an Kunststoffen und Holz. Die Anhaftung an Kunstharzen, Magnesit- und Anhydrit-Werkstoffen sowie an anderweitig behandelten Oberflächen und an speziell verdichteten Betonkörpern ohne/mit Hartstoffeinarbeitung sollte grundsätzlich vorab durch Haftzugprüfung ermittelt und gegebenenfalls mit geeigneten Vorbereitungsmaßnahmen sichergestellt werden. Eine Grundierung des Untergrundes/der Reparaturfläche ist nicht erforderlich.

Verarbeitung – Mischen des Materials:
Die Versandeinheit verfügt über die erforderlichen Materialmengen/Materialanteile an Trockenstoff und Flüssigaktivator zur Mischung einer verarbeitungsfähigen Verbaumasse. Beide Einzelkomponenten sollten vor einer Anmischung/Verarbeitung für eine gleichbleibende Konsistenz – insbesondere bei Teilmengen – mit geeigneten Verfahren durchmischt werden. Gegebenenfalls vorhandene Bodenablagerungen im Flüssigaktivator sind restlos aufzuschütteln. Im Hinblick auf die thermischen Reaktionen des Material in der Abbindung empfiehlt sich – insbesondere bei hohen Umgebungstemperaturen, sowie umsetzbar – eine möglichst kühle Lagerung vor Anmischung und Verarbeitung zur zeitlichen Verlängerung der Misch- und Verarbeitungsintervalle. Der Trockenstoff darf erst kurz vor der Verarbeitung dem Flüssigaktivator zugeführt werden. Die Anmischung sollte gleichbleibend mit einem schnell laufenden Rührwerk bis zum Erreichen einer homogenen Masse erfolgen – max. ca. 1-2 Minuten. Wasser darf nicht zugeführt werden! Der Zusatz von anderen Füllstoffen und/oder Zuschlagstoffen bedarf der Rückfrage bei der Anwendungstechnik des Herstellers. Da der Abbindungsprozess angemischter verarbeitungsfähiger Verbaumassen – in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur – ca. 5-10 Minuten nach der Mischung einsetzt, sollte ein Anmischen erst kurzzeitig vor der weiteren Verarbeitung vorgenommen werden. In Hinblick auf den Arbeitsablauf wird empfohlen, die Anmischung am Einbauort vorzunehmen. Die Mischwerkzeuge und das Volumen der anzumischenden Verbaumasse sind entsprechend der Verarbeitungsfähigkeit auszurichten. Teilmengen sind im Verhältnis der Trockenstoff-Komponenten zum Flüssigaktivator anzumischen. Die Abänderung werkseitiger Anmischungsverhältnisse bedarf der Rücksprache beim Hersteller. Angemischte verarbeitungsfähige Verbaumasse sind direkt nach Abschluss des Mischprozesses zu verwenden. Bereits in der Abbindung befindliches Mischgut darf nicht mehr verwendet werden.

Verarbeitung – Verfüllung / Auftrag des Materials:
Die Verarbeitung der Materialien erfolgt im Tief-Temperaturbereich.
• Fricon CF 26: ca. +/- – -26°C
• Fricon CF 45: ca. -10°C – -45°C


Hohe Umgebungs-/Verarbeitungstemperaturen verkürzen den Abbindeprozess, niedrige Umgebungs-/Verarbeitungstemperaturen verlängern den Zeitablauf der thermischen Reaktion des Materials. Für Arbeiten in Temperatur-Grenzbereichen und in Angrenzung an Normal-Temperatur Sektionen kontaktieren Sie gegebenenfalls die Anwendungstechnik des Herstellers. Wasser darf bei der Verarbeitung nicht zugeführt werden! Werkzeuge sind nach einem Mischen und Verarbeiten des Materials gründlich mit Wasser zu reinigen. Bei einer Verwendung von Werkzeugen aus Metall ist bei andauernder Verarbeitung gegebenenfalls eine Zwischenreinigung zur Vermeidung behindernder Anhaftung vorzunehmen. Begrenzungsprofile etc. sind im Werkstoff Kunststoff zu verwenden.

Instandsetzung / Verfüllung von Ausbrüchen / Absenkungen:
In der horizontalen Instandsetzung/Boden-Instandsetzung und/oder Verfüllung ist die angemischte verarbeitungsfähige Verbaumasse in den Reparaturbereich zu verfüllen. Zur besseren Anhaftung ist das Mischgut seitlich in den Kantensektionen anzudrücken. Die Verbaumasse ist gegebenenfalls über die Kanten der angrenzenden Umgebungsflächen abzuziehen und die Oberflächenstrukturen mit einem Reibebrett abzuglätten. Soweit im Schrägverbau Ebenen aufzubauen sind, ist im Ansatzbereich / Fußkante im Hinblick auf die Körnung des Mischgutes eine ausreichende Vertiefung vorzusehen. Bei einem Einbau von Schichtstärken von mehr als ca. 50 mm empfiehlt sich gegebenenfalls – in Abhängigkeit von den örtlichen und technischen Gegebenheiten und den Umgebungstemperaturen – aufgrund der thermischen Reaktionen ein schichtweiser Verbau.

Eine Verarbeitung kann horizontal/vertikal „nass an nass“ und „nass an trocken“ vorgenommen werden. Bewehrungen/Armierungen in Flächen- und Hohlraumausführung können ohne Zwischenschritte und Vorbehandlungen entsprechend den baulichen Richtlinien eingesetzt werden. Bei Konstruktionen sind die Vorgaben des jeweiligen Herstellers zu beachten. Aufkantungen an den Randbereichen sind zu vermeiden. Soweit diese Aufwerfungen bei der Verarbeitung trotzdem entstanden sind und die späteren Nutzung beeinträchtigen, sind die Übergänge zu den angrenzenden Umgebungsflächen nach (!) vollständiger Abbindung/Durchhärtung des Materials gegebenenfalls beizuschleifen. Bei der vertikalen Instandsetzung und Verfüllung sind die baulichen Richtlinien zur Schalungstechnik zu beachten. Bitte berücksichtigen Sie, dass diese mineralischen Produkte kein Verputzmörtel sind und für diese Verwendung regelmäßig keine Eignung besteht. In der einsetzenden Abbindung befindliche Teilbereiche dürfen nicht mehr bearbeitet werden, da hier die Gefahr einer Beschädigung der Schichtstrukturen nicht auszuschließen ist.

Verarbeitung – Dehnungsfugen:
Bauseitige Dehnungsfugen im Unterboden sind grundsätzlich im Reparaturbereich und in der Reparaturfläche vorzusehen. Ein Nachschneiden/Nachvergießen mit geeigneten Materialien ist regelmäßig ausreichend. Der technisch unzulässige „starke“ Verschluss von Dehnungsfugen und damit die Aufhebung der Fugenfunktionen kann zu Rissbildungen mit Ausbrüchen führen. Bei Überfahrbereichen ansetzender Bodenplatten im Werkstoffbeton und/oder angrenzenden Flächen in unterschiedlichen Materialien empfiehlt sich bei erhöhter Nutzungsbeanspruchung ein zusätzlicher Kantenschutz des Fugenkörpers im Einbau aus Stahl/VA. Fugenverläufe neigen nutzungsbedingt im Zeitverlauf zu einem Abbrechen der seitlichen Führung – unabhängig von dem verwendeten Werkstoff! Bei Fragen wenden Sie sich an die Anwendungstechnik des Herstellers. Für derartige Problembereiche stehen einbaufertige technische Lösungen zur Verfügung.

Verarbeitung – Oberflächenbehandlung:
Die weitergehende Behandlung der Oberfläche/Deckschicht bedarf der vollständigen Abbindung/Durchhärtung des Materials unter Beachtung der Richtlinien für das vorgesehene Verarbeitungsverfahren. Gegebenenfalls setzen Sie sich mit der Anwendungstechnik des Herstellers in Verbindung.

Verarbeitung – Abbindezeiten:
Der Abbindeprozess des Materials setzt – in Abhängigkeit von den Umgebungstemperaturen – ca. 5-10 Minuten nach der Mischung ein. Die Befahrbarkeit/Nutzbarkeit ist temperaturabhängig nach ca. 2.00 – 6.00 Stunden ab Fertigstellung regelmäßig gegeben. Niedrige Temperaturen und geringe Schichtstärken verzögern die Abbindung/Durchhärtung, höhere Temperaturen und größere Schichtstärken beschleunigen den Prozess. Die weitere Bearbeitung von Reparaturbereichen/Reparaturflächen sollte nicht vor Ablauf von mindestens 12 Stunden vorgenommen werden.

Verarbeitung – Optische Erscheinung:
Wie bei vielen mineralischen Produkten mit thermischer Reaktion kann die Deckschicht – in Abhängigkeit von der Anmischung und Verarbeitung sowie den technischen und örtlichen Gegebenheiten – Veränderungen in partieller Farbabweichung, geringfügiger Porenbildung und optischer Haarrissbildung (Krakelierrisse) unterworfen sein. Hierbei handelt es sich regelmäßig nicht um Beeinträchtigungen der Belastungsfähigkeit, Nutzungsbeanspruchung und dauerhaften Belastbarkeit. Durch die Nutzung werden diese optischen Erscheinungen irrelevant. Unterbodenbedingte Rissbildungen durch Bewegungen der Baukörpers können sich in der Form minimaler Rissverläufe erneut zeigen, neigen aufgrund der Materialkonsistenz aber regelmäßig nicht zu Ausbrüchen. Fricon wird in einer Farbgebung von ca. steingrau als Standardmaterial geliefert. Über die Abbindung erfolgt eine optische Aufhellung/Verblassung. Andere Farbgebungen und/oder Zuschlagstoffe auf gesonderte Anfrage in Sondermischung nach Abstimmung mit der Anwendungstechnik des Herstellers.

Instandsetzung / Verfüllung von Ausbrüchen / Absenkungen:
Loses Material im Reparaturbereich entfernen und Kanten/Schultern durch Schneiden und/oder Stemmen begradigen. Reparaturfläche reinigen. Mindest-Schichtstärken beachten. Trockenstoff kurz vor der Verarbeitung dem Flüssigaktivator zuführen und mit einem schnell laufenden Rührwerk gleichbleibend eine homogene Masse anmischen – max. ca. 1-2 Minuten. Kein Wasser zugeben! Mit angemischten und verarbeitungsfähigen Mischgut verfüllen und die Verbaumasse an die begradigten Kanten/Schultern anpressen. Kurze Abbindezeit beachten! Verfülltes Mischgut über die Kanten abziehen und Oberfläche abglätten-Aufkantungen vermeiden. Reparaturbereich nach Abbindung / Durchhärtung gegebenenfalls schleifen. Werkzeuge direkt nach der Benutzung mit Wasser gründlich reinigen. Befahrbar/nutzbar nach ca. 2.00 – 6.00 Stunden ab Fertigstellung /temperaturabhängig.

Technische Hinweise – Lagerung:
Fricon in verschlossenen Versandeinheiten kühl und trocken lagern und vor Feuchtigkeit schützen. Versandeinheiten nach Teilentnahmen wieder gut verschließen. Die Lagerfähigkeit einer verschlossenen Versandeinheit beträgt ein Jahr.

Sicherheitshinweise:
Bitte beachten Sie, dass während des Abbindeprozesses/thermische Reaktion Erwärmungen der Verbaumasse auftreten. Eine Verarbeitung im Innenbereich soll nur in gut belüfteten Räumen ausgeführt werden. Die Sicherheitshinweise zum Produkt sowie die allgemein gültigen Sicherheitshinweise zu zementhaltigen Materialien und mineralischen Quarzmehlen/Quarzsänden sind zu beachten. Wie bei jedem Zementprodukt ist der Kontakt mit den Augen und der Haut zu vermeiden. Im Hinblick auf Feinstäube bei zementhaltigen Materialien und mineralischen Quarzprodukten ist eine Staubbildung unter Beachtung der nationalen Grenzwerte für den Atemschutz möglichst zu unterlassen.

Allgemeine Hinweise:
Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler oder an die GREENLINE TECHNOLOGY GmbH
Telefon 0 21 61 / 6 18 84 – 0, Telefax 0 21 61 / 6 18 84 – 10


Lieferungen des Unternehmens sind als industrielle Produkte ausschließlich für die industrielle Verwendung – insbesondere von Instandsetzungsmaßnahmen im industriellen Bereich – bestimmt. Lieferungen und Leistungen der GREENLINE TECHNOLOGY GmbH erfolgen ausschließlich auf der Grundlage der „Allgemeinen Liefer- und Leistungsbedingungen zur Verwendung im Geschäftsverkehr gegenüber Unternehmern der GREENLINE TECHNOLOGY Gesellschaft für Umwelt- und Verfahrenstechnik mbH“. Die vorstehenden Hinweise zum Produkt, dessen Verarbeitung und Verwendungsfähigkeit, insbesondere zu den angegebenen Abbindezeiten und der Anbindefähigkeit zu anderen Materialien sowie der Wieder-Inbetriebnahme zur Nutzung, stellen keine Zusicherung im Rechtsinn dar und haben nicht den Charakter einer Garantie. Neben den produktbezogenen Hinweisen der GREENLINE TECHNOLOGY GmbH sind insbesondere alle üblichen Verfahrenshinweise und -richtlinien zur Ausführung baulicher Maßnahmen zu beachten.

Die Sachmängelhaftung der GREENLINE TECHNOLOGY GmbH beschränkt sich bei der Lieferung eines nachgewiesenen und zu vertretenden fehlerhaften Produktes auf die Lieferung eines fehlerfreien Produktes. Die Sachmängelhaftung beschränkt sich auf einen Zeitraum von einem Jahr ab Übergabe der Lieferware. Eine weitergehende Haftung für Kosten der Verarbeitung sowie für Schäden an instandgesetzten Bauwerken und Reparaturflächen und für anderweitige Schäden (Folgeschäden) – soweit gesetzlich abdingbar – besteht nicht, es sei denn, diese wird – nach vorheriger Prüfung – ausdrücklich schriftlich zugesichert. Ersatzforderungen sind schriftlich anzumelden.

Bearbeitung und Instandsetzung von Industrieböden aus Asphalt / Gussasphalt:
Insbesondere bei älteren gewerblichen Objekten befindet sich vielfach auf dem tragenden Betonboden der Hallenbereiche eine dünnlagige Verschleiß-Oberschicht im Material Asphalt / Gussasphalt. Diese bituminöse Verschleißdecke unterliegt nutzungsbedingt einer extremen Beanspruchung: Trotz betrieblicher Reinigung baut sich hier oftmals ein übermäßiger Auftrag aus Lager- und Betriebsstoffen, Abbrieb und Stäuben auf, der im Zusammenwirken mit thermischen und mechanischen Materialverwerfungen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Förderverkehrs und einem Verschleißzuwachs bei den Geräten führt. Betriebsabläufe werden behindert und verlangsamt, Schäden und Arbeitsunfälle nehmen zu und die Betriebskosten und Fehlzeiten steigen an.

In der Praxis der Boden-Instandsetzung wurde für diese Problematik eine wirtschaftliche und kostengünstige technische Lösung entwickelt, die die störenden Beeinträchtigungen ohne Erstellung einer neuen Verschleiß-Oberschicht und ohne behindernde Eingriffe in betriebliche Prozesse kurzfristig beseitigt. Die Oberflächenstruktur wird minimal nivellierend maschinell mit Absaugung für Partikel und Stäube in einem Spezial-Verfahren abgetragen, abgeglättet und gereinigt und hierdurch die vorhandene und bewährte Verschleißdecke oberflächenschonend erhalten, wobei beeinträchtigende Absenkungen und Ausbrüche mit geeigneten und kurzfristig befahrbaren Füllstoffen im Niveau und nutzungsbezogen verschlossen werden.

Die sektionale Ausführung in betrieblicher Abstimmung, die nachfolgende Wieder-Inbetriebnahme ohne materialbedingte Wartezeiten zur Abtrocknung/Durchhärtung und die regelmäßige Beschränkung auf Fahrgassen und stark beanspruchte Teilflächen kennzeichnen dieses praxisorientierte und bewährte Verfahren. Die kostenintensive Erstellung eines neuen Bodenaufbaues mit entsprechender zeitlicher Stillelegung und den Risiken materialbedingter Ablösungen bei unterschiedlichen Werkstoffen entfällt…. und dies zu einem der Schadenlage angepassten Festpreis, für den sie keine neue Verschleiß-Oberschicht erhalten…. Gründe, aus denen kostenorientierte namenhafte Großunternehmen dieses Verfahren bevorzugen.

Reinigung und Instandsetzung industrieüblicher Dehnungsfugen:
Dehnungsfugen stellen in der betrieblichen Nutzung vielfach schadengeneigte und schadenverursachende Beeinträchtigung dar. Ausgebrochene oder offene Fugenverläufe werden im Regelfall erst dann beachtet, wenn Arbeitsunfälle aufgetreten sind oder ein Zuwachs an Transportschäden und der Kosten für mechanische Komponenten der Flur-Fördergeräte zu verzeichnen ist. Dehnungsfugen können ihre Funktion zum Ausgleich von Bewegungsenergie bei Baukörpern nur dann ohne Beeinträchtigung ordnungsgemäß erfüllen, wenn …

… der Fugenverlauf von Fremdpartikeln ungehindert frei ist,
… der Fugenkörper über eine entsprechend dehnungsfähige Verfüllung verfügt,
… die Fugenkanten keine gefährdenden Abkantungen und Ausbrüche aufweisen.

Da Baustoffe Dehnungsfugen als sog. „Arbeitsfugen“ ausgelegt sind, bedarf es einer periodischen Überprüfung und gegebenenfalls Bearbeitung oder Instandsetzung. Werden diese Erfordernisse nicht berücksichtigt, steigen die betrieblichen Risiken der Arbeitsabläufe zwangsläufig an. Gleichzeitig nehmen die entsprechenden Kosten einer späteren Instandsetzung überproportional zu. Namenhafte Großunternehmen ist diese Problematik hinreichend bekannt. Sie vertrauen seit Jahren zur Schaden- und Kostenreduzierung auf ein in der Praxis bewährtes Verfahren der GREENLINE TECHNOLOGY GmbH. Überprüfung der Fugenverläufe, Fugenkörper und Fugenkanten auf beeinträchtigende Schäden, Austrag und Reinigung des Fugenbettes in technisch erforderlicher Tiefe bei Schäden und ausgefahrener Verfüllmasse, Verguss der Schadenbereiche mit geeigneten dehnungsfähigen Verfüllungen im Fugenkörper mit Abkantungen/Ausbrüchen bis zu 5-10 mm in einseitiger Anlage, Instandsetzung erweiterter Abkantungen/Ausbrüchen von mehr als 5-10 mm in einseitiger Anlage im Niveau der angrenzenden Fläche mit den Spezial-Baustoffen Multikrete, Leistungserbringung sektional mit maschinenintegrierter Absaugung und ohne Unterbrechung der Betriebsabläufe, Beschränkung auf Schadenbereiche nach Bauzustand und Nutzung in Abstimmung,… zum Festpreis nach tatsächlichem Anfall!